Domgrabung

Seit 1946 wird der Untergrund des Domes archäologisch erforscht. Neben den Fundamenten der heutigen Kathedrale konnten hier die Überreste von zumindest zwei Vorgängerkirchen untersucht werden, eine davon der sog. Alte Dom aus der Zeit Karls des Großen. Darüber hinaus weisen Grabfunde sowie das unmittelbar östlich des Domchores aufgedeckte Baptisterium auf eine der frühesten christlichen Gemeinden im Norden des römischen Reiches hin.

Im Rahmen der Ausgrabungen, die 1997 zugunsten baubegleitender Einzelprojekte eingestellt wurde, sind bis heute etwa 4000 qm des Domuntergrundes untersucht und weitgehend zugänglich belassen worden.
Das Gelände wird sukzessive für den Besucherverkehr ausgebaut und kann in geführten Rundgängen besichtigt werden. Zudem ist ein Besuch des Baptisteriums möglich, ergänzt durch die südlich anschließenden Schaudepots der Domgrabung. Einige weitere Funde, darunter die fränkischen Grabbeigaben des 6. Jh. sind in der Domschatzkammer ausgestellt.

Neben der aktiven Feldforschung obliegt dem Team der Domgrabung die Inventarisation, wissenschaftliche Auswertung und Bewahrung der Funde und Baustrukturen einer 70-jährigen Forschungsgrabung.

 

Gekürzte Fassung des Filmes, der im öffentlichen Bereich der Ausgrabungen zwischen den Turmfundamenten des Domes zu sehen ist. Film: Lengyel Toulouse Architekten